FÜR DIGITALE DEMOKRATISCHE KULTUR
Longreads 15. März 2017

Geteiltes Wissen: Wikipedia und seine rechtslastigen Nachahmer

by debate dehate

Wikis waren die erste verbreitete Software, die es erlaubte im Internet ohne größere technischer Vorkenntnisse gemeinsam Inhalte zu bearbeiten. Wikis entstanden Mitte der 1990er. Es dauerte allerdings bis zur Jahrtausendwende bevor sie sich weiter verbreiteten. Den endgültigen Durchbruch in die Öffentlichkeit schafften sie mit dem Erfolg der Wikipedia, dem bis heute mit Abstand meistgelesenen und bearbeiteten Wiki. Inspiriert durch die Wikipedia entstanden zahlreiche andere Wikis – zu Comics, Fernsehserien, Städten und Regionen oder politischen Standpunkten, aber auch das Jewiki. Daneben gibt es auch einige Wikis, die von Rassist*innen, Sexist*innen und anderen betrieben werden. Wir wollen uns mit Metapedia, Allbuch, Wikimannia und kleineren randständigen Wikis beschäftigen, zuerst aber zum Vergleich die Wikipedia.

Wikipedia

Wikipedia ist eine freie Internetenzyklopädie. In der seit 2001 existierenden Website werden Enzyklopädieartikel von Freiwilligen erstellt und überarbeitet und stehen danach der Allgemeinheit unter einer freien Lizenz zur Verfügung. Nutzer*innen können die Texte dort lesen, Bilder betrachten, bearbeiten und weiter verwenden. Wikipedia ist eine der erfolgreichsten Websites weltweit und bewegt sich seit vielen Jahren in den Top 10 der meistbesuchten Websites sowohl im deutschsprachigen Raum wie auch weltweit. Insgesamt gibt es knapp 300 Sprachversionen der Wikipedia von Abchasisch bis Zulu. Die englischsprachige Wikipedia mit über 5 Millionen Artikeln ist mit Abstand die größte Wikipedia der Welt ist. Die deutschsprachige Wikipedia hat derzeit etwa 2 Millionen Artikel.

Wikipedia-Artikel entstehen gemeinschaftlich. Ein Mensch kann, ohne sich anmelden zu müssen, einen Artikel erstellen. Andere Autor*innen können diesen Artikel bearbeiten, überarbeiten und auch Teile löschen. Kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Autor*innen sind diese angehalten, untereinander zu diskutieren, bis sie sich auf eine gemeinsame Artikelversion einigen können, die zudem auf seriösen Belegen beruhen muss. Damit baut Wikipedia neben der Offenheit auf eine freiwillige Debattenkultur, die rein auf Fakten basiert und postfaktischen Erklärmustern keinen Raum lässt. Es gibt keine höchste Instanz in der Wikipedia, die inhaltliche Entscheidungen treffen kann oder soll.

Inhaltliche Entscheidungen sind den einzelnen Autor*innen überlassen. Wikipedia hat Administrator*innen. Diese sind nicht für inhaltliche Fragen zuständig, sondern sollen vor allem Vandalismus verhindern und dafür sorgen, die Rahmenbedingungen für eine Diskussion zu schaffen. Inhaltlich oder in Bezug auf die Ausgestaltung der Regeln haben Administrator*nnen, die basisdemokratisch gewählt werden und jederzeit abberufen werden können, keine größeren Rechte als andere Nutzer*innen.

Wikipedia folgt dem Prinzip des neutralen Standpunktes. Das heißt, dass Wikipedia selbst keine Stellung bezieht, sondern ein Artikel alle relevanten Standpunkte zu einem Thema wiedergeben soll. Die verschiedenen Standpunkte sollen dabei klar den Vertreter*innen des Standpunktes zugeordnet werden. In der Praxis führt dies meist dazu, dass in Artikeln vor allem der derzeitige wissenschaftliche und gesellschaftliche Mainstream vertreten wird. Wikipedia schreibt: “Um [den neutralen Standpunkt] zu gewährleisten, werden Artikel quellenbasiert, im Gesamten ausgewogen und möglichst objektiv verfasst” und “Im besten Fall sind alle bekannten Standpunkte zu erwähnen, die von relevanten gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen sowie von den maßgeblichen Wissenschaftlern eines Fachgebiets aktuell vertreten werden.” Damit verfasst sich Wikipedia selbst als Teil einer deliberativen und konfliktoffenen Debattenkultur mit besonderem Augenmerk auf den rezenten akademischen Diskurs. Neoreaktionäre oder rechtspopulistische Positionen haben allerdings nur solange keinen Platz, wie sie nicht zumindest eine relevante Strömung im akademischen Kontext darstellen.

In der Vergangenheit und auch gegenwärtig ist die Offenheit von Wikipedia allerdings auch deren Schwäche, so kommt es immer wieder zu Versuchen rechtsextremer Personen vor allem aus dem akademischen Milieu, Artikeln zu Querfronttheorien und rechtspopulistischen Personen einen seriöseren Anstrich zu geben, etwa Rechtsextremisten in “Aktivisten” zu verwandeln und Nationalismus in Patriotismus. Die Möglichkeiten der Einflussnahme auf ein offenes, pseudonymes System wie Wikipedia sind dabei unbegrenzt und reichen vom Sinneswandel angesehener Autor*innen über Promotion neurechter Themen bis zum massiven Einsatz von Sockenpuppen, also verdeckt agierenden Zweitkonten, und Meatpuppets, der Aktivierung weiterer Personen, vor allem über Blogs und Foren, zur gezielten Einwirkung in Wikipedia. Die so gewonnenen Personen können sich dann absprechen, um weniger beobachtete Artikel mittels mehrerer kleiner Bearbeitungen qualitativ zu verändern, mit sich selbst auf einer Diskussionsseite zum Konsens zu kommen oder durch hartnäckiges Einfügen ihres Gedankenguts Artikel in die Sperre zu treiben und wohlmeinende Autor*innen zu vergraulen.
Ein Fall eines Autoren ist bekannt, der als eher schlichteres Gemüt Artikel zur Wehrmacht aus militärischem Blickwinkel geschrieben hat und dabei ausschließlich auf zeitgenössische Literatur wie Diensthandbücher zurckgegriffen hat, ohne sich der Problematik fehlender Quellenkritik bewusst zu sein. Ein anderer widmete sich vor allem neurechter Philosophie, insbesondere Artikel um Ernst Jünger wurden subtil affirmativ umgearbeitet. Er wurde erst gesperrt, als er mit verschiedenen Accounts arbeitete und Diskussionsmehrheiten vortäuschte, denn die meisten Wikipedianer*innen betätigen sich in einem kleineren Themengebiet fernab politischer Inhalte und sind nicht in der Lage, kleinere Eingriffe zu philosophisch-politischen Argumentsträngen korrekt einzuschätzen.
Truther und neurechte Verschwörungstheoretiker*innen laufen jede*m Wikipedianer*in über den Weg und es gibt eine signifikante Zahl von Burschenschaftlern, die vor allem zum verbindungsstudentischen Milieu schreiben und dabei deutlich Distanz vermissen lassen.
Eine größere Auseinandersetzung gab es rezent um den Artikel des österreichischen FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer. Hier wurde in größerem Maße und quer durch alle Diskussionen darüber gestritten, ob das Adjektiv “rechtspopulistisch” in die Einleitung darf und wie groß der Abschnitt zu seinen Verfehlungen ausfällt, der derzeit gar nicht vorhanden ist. Ob und inwieweit hier gezielt Partei ergriffen wurde, ist nicht feststellbar. Als sicher kann hingegen gelten, dass im Zuge der allgemeinen Hoffähigkeit von FPÖ und AFD in vor allem kleinbürgerlichen Kreisen, aus denen sich auch der Großteil der Benutzer*innen der Wikipedia speist, auch einzelne einflussreiche Wikipedianer*innen starke Sympathisant*innen von FPÖ und AFD sind, dies aber nicht unbedingt in offensichtlicher Weise in Artikelinhalten sichtbar werden lassen. Wenn also die Gesellschaft in ihrer Breite nach rechts rückt, wird Wikipedia das auch. Gröbere Umdeutungen entgegen der Beleglage werden aber derzeit noch meist schnell bemerkt und revidiert, subtilere Bearbeitungen können hingegen länger Bestand haben, sodass ein sorgfältiges Prüfen der Inhalte nötig bleibt.

Metapedia

Die deutsche Metapedia ist der deutschsprachige Ableger eines internationalen Projektes. Dieses wurde 2006 in Schweden gestartet und existiert mittlerweile in 18 Sprachen. Die größte Sprachausgabe ist die ungarische Metapedia mit etwa 150.000 Beiträgen. Diese ist allerdings nicht öffentlich zugänglich und benötigt zum Lesen eine Anmeldung.

Die deutschsprachige Metapedia hat im Oktober 2016 über 60.000 Beiträge. Metapedia wurde 2008 im Verfassungschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen erwähnt und ist in Deutschland indiziert. Betreiber ist laut Impressum die NFSE media AB in Linköping, Schweden, hinter der der bekannte schwedische Neonazi Lennart Berg steht.

Zwischen den einzelnen Sprachversionen bestehen inhaltliche Unterschiede, alle Ausgaben allerdings sind offen rechtsextrem und dem nationalsozialistischen Weltbild verbunden.
Die Metapedia ist von Spaltungen und Konflikten nicht frei. Im Sommer 2016 wurde ein Gründungsmitglied und langjähriges Mitglied des „Inneren Kreises“ seiner Ämter enthoben und zeitweise gesperrt. Daraufhin entstand „Allbuch – die neue Enzyklopädie“ unter Übernahme der alten Artikel. Selbst schreibt Allbuch: „Viele Allbuch-Ḿitarbeiter waren früher bei der deutschen Metapedia, waren aber enttäuscht und wollten eine neue, nettere, und bessere Führung.“ Allerdings ist die Community in der Metapedia bisher deutlich größer und aktiver als bei Allbuch.

Metapedia versteht sich selbst als „Gegenbild“ zu „einem System und ideologischen Umfeld, das totalitär Bekenntnisse zu kulturmarxistisch festgelegten „Wahrheiten“ fordert“ . Es setzt darauf „Sobald die Anmaßungen des Systems eines Tages zusammenbrechen, wird es darauf ankommen, wirklichkeitsnahe, zutreffende, verläßliche Erkenntnisse nutzen zu können.“

Tatsächlich folgt die Metapedia einem traditionellen nationalsozialistischen Weltbild. Das Deutschland der Jahre 1933 bis 1945, Antisemitismus und der Zweite Weltkrieg und die Geschichtsschreibung sind Schwerpunkte der Website.

Artikel, die als „besonders lesenswert“ eingestuft werden sind beispielsweise der Artikel „Adolf Hitler“, dort steht: „Während seiner Regierungszeit konnten beachtliche wirtschaftliche und außenpolitische Erfolge erzielt werden. […] Bis heute gilt Adolf Hitler als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.”
Im Artikel „Holocaust-Überlebender“ wird behauptet: „Angesichts der Tatsache, daß es für 99% des „Holocausts“ keine handfesten Beweise gibt, kommt den zahlreichen verblüffenden und wunderbaren Geschichten der Holocaust-Überlebenden eine besondere Bedeutung zu“.
Es existiert ein Lemma namens „Jüdische Kriegserklärungen an Deutschland“: “Als „Jüdische Kriegserklärungen an Deutschland“ werden verschiedene, gegen Deutschland und das Deutschtum im allgemeinen gerichtete Boykott- und Vernichtungsaufrufe von jüdischer Seite verstanden, wie sie seit Beginn des Zweiten Dreißigjährigen Krieges vorkamen. … Die zionistische Kriegserklärung an Deutschland von 1933 war wegbereitend für die Entfesselung des gegen das Deutsche Reich gerichteten Zweiten Weltkrieges.“
Auch zu rezente Politik werden Artikel angelegt, beispielsweise zu „Umerziehung“: „Die nationalmasochistische sowie xenophile Umerziehung durch z. T. fremdbestimmte BRD-Politik und BRD-Systemmedien wird ergänzt durch die Holocaustreligion, die quasi-offizielle Staatsreligion, und als Waffe in der psychologischen Kriegführung gegen das deutsche Volk als Ganzes eingesetzt. Ein akademisch aufgeprägter Schuldkult, der in Schulen, Hochschulen und der Lügenpresse die vorherrschende Denkweise bestimmt, soll aufrechte Deutsche planmäßig in Jammerlappen verwandeln.”
Daneben frönt Metapedia der traditionellen Landserlyrik und schreibt unter „Deutsche U-Boote im Zweiten Weltkrieg“: „Die deutschen U-Boote im Zweiten Weltkrieg waren der gefürchtete Gegner des auf Beherrschung der Weltmeere fußenden anglo-amerikanischen Imperialismus….die Besatzungen („Ritter der Tiefe“ oder „Ritter der sieben Meere“) der deutschen U-Boote gehörten zu den tapfersten und opferbereitesten Männern während des fast sechsjährigen deutschen Verteidigungskampfes.“

Aktuelle politische Themen und Auseinandersetzungen wie beispielsweise die Flüchtlingsfrage, die EU oder aktuelle politische Entwicklungen tauchen weniger prominent auf, sind aber durchaus vorhanden.

Auffallend ist zudem die starke Betonung der deutschen Sprache, die zur Verwendung von Wörter wie „Weltnetzverweis“ (Internet-Link), „Elektrobrief“ (E-Mail) verwendet. Die Monate werden als „Wonnemond“ (Mai), „Hartung“ (Januar) oder „Guildhart“ (Oktober) bezeichnet. Die Regeln selbst schreiben nicht nur den Verzicht von Anglizismen vor, sondern legen auch den Verzicht auf Latinismen nahe.

Die Community

Die Community, in Metapedia Gemeinschaft genannt, besteht aus “Benutzern”, “Administratoren” und dem sogenannten „Inneren Kreis“. Zu diesem Inneren Kreis gehören drei Personen, die wiederum die Administrator*innen ernennen und entlassen. Zur Einrichtung eines Benutzer*innenaccounts ist es notwendig, eine E-Mail an die Administrator*innen zu schreiben. Nach außen hin sind alle Teilnehmenden anonym.

Die Beteiligung ist übersichtlich. An der letzten Wahl des Inneren Kreises beteiligten sich sieben Nutzer*innen, von denen drei dann den Inneren Kreis bildeten. Es existieren 23 Administrator*innen, allerdings tauchen intern in Diskussionen Beschwerden auf, dass beispielsweise im Sommer über Wochen hinweg nur drei davon tatsächlich erreichbar waren. Im Oktober waren im Tagesschnitt knapp 10 Accounts an einem Tag aktiv.

Allbuch

Allbuch entstand aus einer Abspaltung der Metapedia. Zwischen Allbuch und Metapedia gibt es keine inhaltlichen Differenzen, vor allem ging es um die Inkompatibilität der aktiven Akteur*innen. Die Inhalte sind größtenteils aus der Metapedia übernommen, angesichts der geringen Zahl aktiver Autor*innen im Allbuch gelingt es nur wenig, sich inhaltlich von der Metapedia abzusetzen.

Allbuch ist eine Alternativbezeichnung für Lexikon oder Enzyklopädie, die allerdings nur der Brockhaus zur Zeit des Nationalsozialismus trug. Es gibt mehrere Sprachversionen – diese tragen alle den deutschen Namen Allbuch – allerdings hat nur die deutsche Variante eine aktive Community. Die inneren Strukturen sind nur wenig ausgeprägt. Die interne Struktur erstreckt sich in wesentlichen auf das “Führungsgremium.” Dieses wird definiert als “Das Führungsgremium des Allbuchs ist nach dem Führergrundsatz aufgebaut und besteht derzeit aus den Autoren Deutschritter und Weißmann. Die Mitglieder werden ernannt.“

Zur Anmeldung ist es nötig, eine E-Mail an das Führungsgremium zu schreiben. Obwohl sich das Allbuch selbst als internationales Projekt versteht und auch Websites in verschiedenen Sprache betreibt, gehen alle E-Mails zu deutschsprachigen Adresse. Die Aktivität in den anderen Sprachversionen ist noch geringer als im deutschsprachigen Allbuch.

Wikimannia

Wikimannia ist ein maskulistisches Wiki. Die Macher*innen verstehen ihre Aufgabe als Sammlung über “über Be­nach­teili­gun­gen von Jungen und Männern, sowie Be­vor­zu­gun­gen von Maiden und Frauen.” Wikimannia entstand Anfang 2009 und wurde von ehemaligen Wikipedia-Autor*innen gegründet, die ihre Ideologie in der Wikipedia nicht deutlich genug vertreten fanden. Wikimannia wurde als Gegenbild zur Wikipedia gegründet. Sie verfügt über 3300 Seiten. Neben rechtsoffenen, antifeministischen und homophoben Inhalten werden insbesondere Artikel zu Personen angelegt, die der reinen Diffamierung dienen. So wird ein Bild von Alice Schwarzer mit der Unterzeile “Führerin im Tausendjährigen Matriarchat” versehen, Angela Merkel wird bescheinigt, ihr Standpunkt “befindet sich tief im Arsch des amerikanischen Präsidenten”.
Um bei der Wikimannia einen Account anzumelden ist es nicht nur erforderlich, eine E-Mail an die Verwalter zu schreiben, sondern es wird auch eine Art Besinnungsaufsatz gefordert, um die richtge Weltsicht zur Mitarbeit nachzuweisen,

Weitere

Das ursprünglich als Waste-Wiki gegründete, 2009 in Pluspedia umbenannte und frei bearbeitbare Wiki wird vom Domaininhaber Ante oder Anthoney Šaravanja und „Boris Fernbacher” verantwortet. Pluspedia ist eine rechtsoffenes Sammelsurium aus in Wikipedia wegen Irrelevanz gelöschten Artikeln und solchen von Autoren, die in Wikipedia wegen Teilen ihrer Äußerungen nicht mehr geduldet worden sind. Folgerichtig äußerte sich Saravanja in der neurechten Onlinezeitschrift „eigentümlich frei” mit dem vielsagenden Kommentar: „Autoren der Wikipedia, die nicht links beziehungsweise linksextrem sind, werden oft Benachteiligungen, Beleidigungen und Mobbing ausgesetzt, im besten kommunistischen Agitprop-Stil mit Nazis gleichgesetzt. Das alles passiert mit dem Gutheißen der dortigen Administration.” Pluspedia fügt so aus Wikipedia kopierte und selbst geschriebene sachliche Seiten sowie rechtstendenziöse, wikipedia- und journalistenfeindliche Artikel zusammen, verfügt also über keine klare Linie und hat so als rechtsoffenes Sammelsurium eine geringe Wirkung.
Kathpedia ist nach eigenen Angaben “ein Projekt zum Aufbau einer freien katholischen Enzyklopädie”. Tatsächlich ist sie im Besitz des österreichischen Vereins „kath.net“, der häufig durch sein problematisches gleichnamiges Portal aufgefallen ist. Mehrere Bischöfe haben sich daher bereits von kath.net distanziert und ihm Querverbindungen zu rechtspopulistischem und rechtsextremem Gedankengut vorgeworfen. Artikel wie “Freimaurertum” zeigen sich hier stark diffamierend, Gender existiert nicht, dafür ein Artikel über “Genderismus”. Dem Protestantismus wird “geistige Leere” bescheinigt und Homosexualität ist eine schwere Sünde.

Gastautor_innen: Sargoth und Southpark

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