FÜR DIGITALE DEMOKRATISCHE KULTUR

Gaming und Hatespeech: Handlungsempfehlungen

by debate dehate

Um Hate Speech und Diskriminierung in der Gamingszene begegnen zu können, bedarf es Veränderungen auf verschiedenen Ebenen. Zum einen bei den Entwickler_innen und Publisher_innen, zum anderen sind Maßnahmen nötig, die für eine gleichberechtigte und demokratische Kultur innerhalb der verschiedenen Communities sorgen.

Was Publisher und Betreiber_innen tun können

  • Sensibilisierung. Schon in der Ausbildung von Entwickler_innen, Designer_innen etc. sollten Diskriminierung und Hate Speech thematisiert werden.
  • Fortbildungen für Community Manager_innen. Als zentrale Personen innerhalb der Community prägen sie den Umgang miteinander entscheidend mit und können so multiplizierend auf den Rest der Community wirken.
  • Meldeinstanzen. Publisher sollten darauf achten, dass User_innen die Möglichkeiten gegeben wird, diskriminierendes Verhalten anderer melden zu können. Die Meldekategorien sollten verschiedene Diskriminierungsformen berücksichtigen.
  • Rückmeldesysteme. Es ist wichtig für User_innen zu erfahren, wie mit der Meldung verfahren wurde und ob es Konsequenzen für die gemeldete Person gab.

Was User_innen tun können

  • Widerspruch. Hate Speech sollte nicht unwidersprochen stehen gelassen werden. Das hilft den Betroffenen wie auch der eigenen Person. Widerspruch ist jedoch kein Allheilmittel. Bei Drohungen sollte die Polizei eingeschaltet werden.
  • Melden. Betreiber_innen sollten auf Hate Speech aufmerksam gemacht werden. Nur so kann solches Verhalten auch sanktioniert werden.
  • Zusammenschließen. Einige Clans, Gilden etc. haben klare Richtlinien, was Diskriminierung angeht, und bieten so neben digitalen Schutzräumen auch die Möglichkeit für ein entspanntes Spielerlebnis. Gleichzeitig stellen sie Verbündete dar, wenn es gilt, Hate Speech zu widersprechen.
  • Selbstschutz. Sichere und unterschiedliche Passwörter sind ebenso elementar wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Login. Auch eine regelmäßige .berprüfung der online verfügbaren Informationen über die eigene Person ist ratsam.

Weitere wichtige Sicherheitstipps finden sich im Ratgeber »Speak Up & Stay Safe(r): A Guide to Protecting Yourself from Online Harassment« des Projekts Feminist Freuquency, zu finden unter https://goo.gl/CAZHc0.

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